Katastrophenfluten und extreme Sturmfluttiden der Nordsee
bis 11. Jahrhundert / 12. Jahrhundert / 13. Jahrhundert / 14. Jahrhundert / 15. Jahrhundert / 16. Jahrhundert
17. Jahrhundert / 18. Jahrhundert / 19. Jahrhundert / 20. Jahrhundert / 21. Jahrhundert
Datum (Name) Gebiet, Auswirkungen
um 340 v. Chr.
(Cimbrische Flut)
 
Zwischen 120 und 115 v. Chr. (Sturmflut)
Jütland, Marschgürtel vor der schleswig-holsteinischen Westküste.
Viele Menschen und Tiere umgekommen. Es bestehen aber große Zweifel, dass Kimbern, Ambronen und Teutonen deshalb ihre Heimat in Richtung Süden verließen
516
(Sturmflut)
Ganz Friesland.
Angeblich kamen über 6.000 Menschen und viel mehr Vieh um
26. Dezember 838
Niederländische Küste.
Erste dokumentierte Sturmflut an der Nordsee; angeblich 2.500 Tote im Gebiet der heutigen Niederlande
28./29. September 1014
Belgische und niederländische Küste
Sommer 1020
Elbe- und Wesermündung.
Viele Krankheiten (Malaria?) in den nächsten Jahren
1066 Wesermündung.
Ungesicherte Flut, erst im 16. Jahrhundert erwähnt: vermeintlicher Untergang der Burg Mellum
4. Oktober 1134 Belgische und niederländische Küste.
Die Erweiterung des Zwin bis Brügge vermutet
1158 Norddeutschland.
viele ertrunken
21. Dezember 1163 (Thomasflut) Niederländische Küste, Ostfriesland.
16./17. Februar 1164
(Erste Julianenflut)
Niederländische Küste, Elbegebiet.
Angeblich 20.000 Tote; erster Einbruch der Jade vermutet, große Schäden im Unterelbegebiet
1./2. November 1170
(Allerheiligenflut)
Niederländische Küste.
Schwere Verwüstungen; die Entstehung der Inseln Texel und Wieringen sowie die Erweiterung der Zuiderzee und den Durchbruch der Hunze in der Richtung der Lauwerszee vermutet
Dezember 1196
(Nikolausflut)
Niederländische Küste.
8. September 1214 Niederländische Küste.
Januar/Februar 1216 Eiderstedt, Dithmarschen, Nordstrand und Marschländer im Elbegebiet.
Etwa 10.000 Tote, Helgoland verlor sieben von neun Kirchspielen
16. Januar 1219
(Erste Marcellusflut)
Niederländische Küste, Elbegebiet.
Vermeintlich 36.000 oder 100.000 Tote; versehentlich wohl auf 1218, 1222 oder 1228 gestellt; große Überflutungen auch im Elbegebiet; erster überlieferter Augenzeugenbericht aus dem Groningerland; vermeintlicher Einbruch des Jadebusens laut späterer Überlieferung
20. November 1248
(Martiniflut)
Niederländische Küste.
Versehentlich wohl auf 1250 gestellt
28. Dezember 1248 (Allerkindleinsflut)
Niederländische Küste, Elbegebiet.
Hohe Verluste an Menschenleben; Trennung der historischen Elbinsel Gorieswerder in mehrere Teile
4. Februar 1249
(Agathenflut)
Niederländische Küste.
28. Januar 1262
(Agnesflut)
Niederländische Küste.
13./14. Januar und 25./26. Dezember 1277
(Sturmflut)
Dollart.
Vermeintlicher Einbruch des Dollart laut späterer Überlieferung; symbolischer Jahreszahl 77, wobei eine Verwechslung mit der Luciaflut 1287 vorliegt
13./14. Dezember 1287 (Luciaflut) Niederländische und deutsche Küste.
Sehr schwere Sturmflut, die Deiche wurden teilweise vernichtet; angeblich bis zu 50.000 Tote; vermuteter Einbruch des Dollarts sowie Erweiterung der Zuiderzee und der Lauwerszee versehentlich wohl auf 1277, 1280, 1282 oder 1288 gestellt
2. oder 5. Februar 1288 (Agathenflut) Niederländische Küste.
28. Oktober 1288
(Simon-und-Judasflut)
Niederländische Küste.
März 1318 Belgische und niederländische Küste.
23. November 1334
(Clemensflut)
Belgische und niederländische Küste.
Vermutete Erweiterung des Jadebusens
1. November 1341
(Allerheiligenflut)
Belgische und niederländische Küste, möglicherweise auch Nordfriesland.
15.–17. Januar 1362
(Zweite Marcellusflut, Erste Grote Mandränke)
Schleswig-Holstein und Ostfriesland.
Untergang der nordfriesischen Uthlande, Entstehung der Insel Strand und der Halligen, Rungholt versinkt, 30 bis 40 Dörfer werden aufgegeben; angeblich 100.000 Tote. Westermarsch bei Norden überschwemmt; am Jadebusen lediglich entwurzelte Bäume.
9. Oktober 1374
(Erste Dionysiusflut)
Belgische, niederländische und deutsche Küste.
Erweiterung der Leybucht bis zur Stadt Norden, Untergang des Dorfes Westeel bei Norden; vermutete Erweiterung der Harlebucht
8./9./10. Oktober 1375
(Zweite Dionysiusflut)
Deutsche Küste.
Deichbrüche bei Lütetsburg und Bargebur, die Wellen reichen bis an die Mauern des Dominikanerklosters in Norden
9. Oktober, 15./16. November 1377
(Dionysius- oder Martiniflut)
Flandern, Dollart.
Vermeintliche Sturmflut mit der symbolischen Jahreszahl 77, doch Verwechslung mit 1374 und 1375
21./22. Januar 1393 (Vinzenzflut) Belgische und niederländische Küste, möglicherweise auch Nordfriesland.
17. Januar 1396
(Antoniflut)
Belgische, niederländische und norddeutsche Küste.
In Hamburg viele Leute ertrunken
25. Oktober 1403 (Catharinaflut) Ostfriesland.
Drewert aufgegeben
19./20. November 1404
(Erste Elisabethenflut)
Belgische und niederländische Küste.
IJzendijke und Hugevliet versinken
21. November 1412
(Cäcilienflut)
Deutsche Bucht.
Krempermarsch überschwemmt, das Dorf Zesterfleth an der Estemündung wird vernichtet, die Elbinsel Hahnöfersand vom Festland abgetrennt; angeblich 30.000 Tote
1413/14 Dollart.
Einbruch des Dollart aufgrund zeitgenössischer Quellen
18./19. November 1421
(Zweite Elisabethenflut)
Belgische und niederländische Küste.
28 Dörfer im Bereich des Grooten Waard werden aufgegeben; die Überlieferung spricht von 70 Dörfern und 10.000 Toten; Dordrecht wird vom Festland abgetrennt
18./19. November 1424
(Dritte Elisabethenflut)
Niederländische Küste.
21. Dezember 1429
(Thomasflut )
West- und vielleicht auch Ostfriesland.
1. November 1436
(Allerheiligenflut)
Deutsche Bucht.
Angeblich 500 Tote; Überflutungen an der gesamten Nordseeküste, insbesondere in Eiderstedt, Nordstrand, Dithmarschen und Hadeln, keine Landverluste, aber Eidum versinkt
10. April 1446
(Palmarumflut oder Quade Palmflut)
Niederländische und deutsche Küste.
Erweiterung des Dollart, Kloster Palmar aufgegeben
21./21. Oktober 1468
(Ursulaflut)
Niederländische Küste.
Erweiterung des Dollart nach dem Westen
6. Januar 1471
(Dreikönigsflut)
Norddeutsche Küste.
Überflutungen in Eiderstedt, Nordstrand, Dithmarschen und Elbmarschen. Gelegentlich auf 1470 datiert
1. November 1473
(Vincula Petriflut oder Böse Vinkelflut)
Ostfriesland und Oldenburg.
Vor allem Sachschäden, zusätzlich zu den quaden Palmweken im April
27. September 1477
(Erste Cosmas- und Damianflut)
Belgische, niederländische und deutsche Küste.
16. Oktober 1483
(Gallusflut)
Deutsche Bucht.
25./26. September 1509
(Zweite Cosmas- und Damianflut)
Niederländische und deutsche Küste.
Durchbruch der Ems bei Emden; seit 1509 wiederholte Zerstörung der Deiche am südlichen Emsufer und im Jadebusen
9. September 1510
(St.-Magnus-Flut)
Deutsche Bucht.
16. Januar 1511
(Antoniflut, Eisflut)
Jadebusen.
Durchbruch zwischen Jade und Weser, letzte Erweiterung des Jadebusens nach Nordwesten, 7 Dörfer aufgegeben; größte Ausdehnung des Dollart
29./30. September 1514
(Michaelis- oder Hieronymusflut)
Niederländische Küste.
1521 Deutsche Bucht.
viele Sachschäden im Frühjahr
5. November 1530
(Allerheiligenflut, Felixflut oder böse Samstag)
Belgische und niederländische Küste (Westerschelde-Stromgebiet).
Zeeland überschwemmt, mehr als 20 Dörfer und Teile der Insel Zuid-Beveland ertrunken
31. Oktober/1./2. November 1532
(Allerheiligenflut 1532 oder die große Flut)
Belgische, niederländische und deutsche Küste.
Situation in Zeeland katastrophal; mehrere tausend Tote in Nordfriesland; erste Höhenmarke des Scheitelwertes überliefert in der Kirche von Klixbüll; Untergang von Osterbur und Ostbense in Ostfriesland; Beginn der massiven Erhöhung der Deiche
13. Januar 1552
(Pontiansflut)
Niederländische Küste.
Wiederholt am Valentinstag (14. Februar)
1./2. November 1570
(Allerheiligenflut)
Belgische, niederländische und deutsche Küste.
Schätzungen von 15.000 bis 25.000 Tote; Überflutung der Marschen von Flandern bis Eiderstedt, große Deichbrüche im Alten Land sowie in den Vier- und Marschlanden, Untergang der Dörfer Oldendorf und Westbense bei Esens; Suurhusen: NN + 4,40 m (Flutmarke an der Kirche)
1571
(Martiniflut)
Deichbruch bei Neuhaus (Oste)
21. August 1573
(Kornflut, Arnefloth oder Bartholmäusflut)
 
1578
(Mariä-Verkündigung-, Karfreitag- oder Wilde Japicxflut)
Niederländische und deutsche Küste.
Vor allem Sachschäden
1. November 1582
(Allerheiligenflut)
Deutsche Bucht.
Dezember 1593
(Weihnachtsflut)
Deutsche Bucht.
Erhebliche Deichbrüche in Nordfriesland
14./15. Februar 1602
(Fastnachtsflut)
 
1. Dezember 1615
(Große Schadensflut)
auf der Insel Strand sterben 300 Menschen; die Friedhöfe vieler Dörfer werden verwüstet; Rickelsbüll in der Wiedingharde geht unter
25./26. Februar 1625
(Fastnachtsflut, Fastelabendflut, (Hohe) Eisflut)
Südholland bis Jütland.
Deichbrüche und große Schäden in Ostfriesland und Oldenburg, im Alten Land und Hamburg, viele Ausdeichungen an Jade und Weser. Auf Neuwerk: hohe Sturmfluten mit Eisgang und großen Schäden.
7. November 1627 (Allerheiligenflut) Elbegebiet.
Deichbrüche und große Schäden im Alten Land und Haseldorfer Marsch, Elmshorn und Uetersen
25. Januar 1634
(St.-Pauli-Flut)
Elbegebiet.
Zerstörung des Estedeiches in Hove auf 900 m Länge
11. Oktober 1634
(Burchardiflut, Zweite Grote Mandränke)
Deutsche Bucht.
12.000 bis 15.000 Tote; Zertrennung der Insel Strand in mehrere Teile
23. Januar 1643
(Kolde Paulsflut)
Niederländische und deutsche Küste.
Vor allem Sachschäden
14. Februar 1648 (Fastelabendsflut) Elbegebiet von Freiburg/Elbe in Niedersachsen über Glückstadt entlang des Geestrandes bis nach Hamburg.
Zahlreiche Menschen ums Leben gekommen; gleichzeitig 'Erdbeben' mit Feuersbrünsten. Zwischen Hamburg und Glückstadt viele Gebäude verwüstet, 11 Kirchtürme umgeweht bzw. eingestürzt, Hungersnot.
22. Februar 1651
(Petriflut)
Deutsche Bucht.
15.000 Tote (?); Zertrennung der Insel Juist in zwei Teile im Bereich des heutigen Hammersees sowie der Insel Langeoog, Zerstörung von Dornumersiel, Deichbrüche am Festland
4./5. März 1651
(Petriflut)
Niederlande.
Überflutung großer Teile von Amsterdam, Deichbrüche in Holland und Friesland
4./5. November 1675
(Allerheiligenflut)
Niederländische Küste.
Nur Sachschäden
26. Januar 1682 Belgische und niederländische Küste.
24./25. November 1685
(Erste Katharinenflut)
Deutsche Bucht.
Vornehmlich Sachschäden, Deichbrüche von Oberndorf bis Kleinwörde
12./13. November 1686
(Martiniflut, Martinsflut)
Niederländische und deutsche Küste.
Schwere Deichschäden von den Niederlanden bis zur Elbe; allein im Groningerland 1.600 Tote und 8.000 gestorbene Rinder
7.-9. Dezember 1703
(Großbritannien: Great Storm of 1703)
Gesamtes Nordseegebiet.
Die Royal Navy verliert 13 Schiffe und rund 1.500 Seeleute
1715
(Fastnachtsflut)
Zerstörung der 2. Juister Inselkirche
24./25. Dezember 1717
(Weihnachtsflut)
Niederländische, deutsche und dänische Küste.
11.150 Tote, größte bis dahin bekannte Sturmflut mit Überflutungen und Verwüstungen ungeheurem Ausmaßes, 90.000 Stück Rindvieh ertrinken, 8.000 Häuser werden zerstört
25./26. Februar 1718 Niederländische, deutsche und dänische Küste.
31. Dezember 1720/1. Januar 1721
(Neujahrsflut)
höher als die Weihnachtsflut 1717; Zerstörung der nach 1717 notdürftig reparierten Deiche, Untergang der Dörfer Bettewehr II und Itzendorf, Abtrennung der Düne von Helgoland
26. November 1736
(Zweite Katharinenflut)
Nordsee.
21. Oktober 1745 Elbegebiet.
Bishorst versinkt
11. September 1751 Elbegebiet.
Große Sachschäden
7. Oktober 1756
(Markusflut, Amalienflut)
Elbegebiet.
600 Tote, viele Deiche wurden beschädigt, besonders in Norddithmarschen
23. Januar 1820 Niederländische Küste.
15. November 1824 Niederländische und deutsche Küste.
Orkan mit sehr schwerer Sturmflut
3.-5. Februar 1825
(Februarflut, Halligflut)
Niederländische und deutsche Küste.
800 Tote; viele Deichbrüche und schwere Dünenverluste auf den Inseln; Untergang vieler Halligen; höchste Sturmflut an der Elbe bis 1962. St. Pauli: NN + 5,24 m; Stadersand: NN + 5,14 m
27. November 1825 (Novemberflut) Niederländische Küste.
Sehr schwere Sturmflut, teils höher als im Februar. Ribe NN + 5,33 m
1./2. Januar 1855
(Neujahrsflut, Januarsturmflut)
Deutsche Bucht.
Schwere Zerstörungen auf den Ostfriesischen Inseln, im Alten Land, Wilhelmsburg, den Vier- und Marschlanden gibt es Deichbrüche und Überschwemmungen; St. Pauli: NN + 5,11 m
12./13. März 1906
(Märzflut)
Belgische, niederländische und deutsche Küste.
höchste bis dahin festgestellte Sturmflut an der ostfriesischen Küste, aber keine Deichbrüche; Dangast: NN + 5,35 m; Cuxhaven: NN + 4,37 m (Windstau: 2,56 m)
13./14. Januar 1916 Niederländische Küste.
Cuxhaven: NN + 4,29 m (Windstau: 2,77 m)
16.02.1916 Cuxhaven: NN + 4,11 m (Windstau: 2,59 m)
02.12.1917 Cuxhaven: NN + 4,11 m (Windstau: 2,91 m)
10.10.1926 Cuxhaven: NN + 4,05 m (Windstau: 3,60 m)
23.11.1930 Cuxhaven: NN + 4,17 m (Windstau: 2,70 m)
18. Oktober 1936
(Mittagsflut)
Elbmündung.
Schädigung von Scharhörn 3 m über normalem Hochwasser, Cuxhaven: PN + 9,22 m (Windstau: 2,74 m)
19.10.1941 Cuxhaven: NN + 4,03 m (Windstau: 2,64 m)
10.02.1949
(Ebbflut, Niedrigwasser-Orkanflut)
Schleswig-holsteinische Westküste.
Der höchste je gemessene Windstau von 5,70 m fiel in die Zeit der Ebbe, so dass es zu keiner Katastrophenflut kam.
31. Januar/1. Februar 1953
(Flutkatastrophe von 1953, dt. Hollandsturmflut, niedl. Watersnood, de Ramp, engl. (Great) North Sea flood, East Coast floods)
Niederländische, belgische und englische Küste.
2.160 Tote; schwerste Naturkatastrophe des 20. Jahrhunderts im Bereich der Nordsee; Gesamtschaden mehr als 500 Mio Euro
23. Dezember/24. Dezember 1954
(Sturmflutserie vom 19. bis 24. Dezember 1954)
Deutsche Nordseeküste.
Am 23. Dezember höchste Sturmflut seit 1906. An den Deichen zum Teil schwere Schäden und einige Deichbrüche und schwere Schäden. Der Orkan fordert an Land und auf See mindestens 70 Todesopfer. Cuxhaven: NN + 3,16 m (Windstau: 3,71 m während vorheringer Ebbe)
16./17. Februar 1962
(Februarsturmflut Zweite Julianenflut, Vincinette)
Deutsche Bucht, Elbegebiet.
340 Tote; vor allem im Elbegebiet mit Nebenflüssen; bis dahin höchste Sturmflut östlich der Jade insgesamt mehr als 400 km Deich geschädigt; St. Pauli: NN + 5,70 m; Grauerort: NN +5,70 m; Cuxhaven: NN + 4,95 m (Windstau: 3,87 m)
23.02.1967
(Zweite Niedrigwasser-Orkanflut, Bermpohl-Orkan)
Bis heute der schwerste Orkan im Bereich der Deutschen Bucht Mittlere Windgeschwindigkeit auf Helgoland: 149,5 km/h konstant über mehrere Stunden. Böenspitzen überstiegen den Messbereich der Anemometer. Vermutlich deutlich über 200 km/h, Cuxhaven: NN + 3,99 m (Windstau: 4,44 m während vorheringer Ebbe)
13. November; 16. November; 19./20. November; 6. Dezember; 14.12.1973
(Sturmflutkette vom Herbst 1973)
Deutsche Küste.
sechs schwere Sturmfluten innerhalb von vier Wochen beschädigen zahlreiche Deiche an der Nordseeküste; längste Sturmflut-Kette seit Menschengedenken, Cuxhaven (6. Dezember): NN + 4,39 m (Windstau: 3,28 m)
3./4. Januar 1976
(Erste Januarflut, (Capella-Orkan)
Deutsche Bucht, Elbegebiet.
Die bis heute höchste Sturmflut an nahezu allen Pegeln der deutschen Nordseeküste; zahlreiche Deichbrüche in Kehdingen und der Haseldorfer Marsch. St. Pauli: NN + 6,45 m; Grauerort: NN + 6,02 m; Bremerhaven: NN + 5,18 m; Cuxhaven: NN + 5,11 m (Windstau: 4,23 m)
21.01.1976
(Zweite Januarflut)
Deutsche und dänische Küste, Elbegebiet.
Bremerhaven NN + 4,91 m; Cuxhaven: NN + 4,70 m (Windstau: 2,89 m)
24.11.1981
(Novemberflut, Nordfrieslandflut)
Nordfriesland.
Dagebüll: NN + 4,72 m
26.-28. Februar 1990 Deutsche Bucht.
Einige Tote; bisher intensivste bekannte unmittelbare Serie schwerer Fluten: in den drei Tagen zwei Orkan-, zwei Sturm- und eine Windflut, Cuxhaven: NN + 4,44 m (Windstau: 3,93 m)
23.01.1993 Cuxhaven: NN + 4,34 m (Windstau: 2,65 m)
28.01.1994
(Januarflut)
Deutsche Bucht.
Vegesack (Weser): NN + 5,33 m; Cuxhaven: NN + 4,49 m (Windstau: 3,13 m)
10.01.1995 Cuxhaven: NN + 4,48 m (Windstau: 3,16 m)
05.02.1999 Cuxhaven: NN + 4,36 m (Windstau: 2,86 m)
03.12.1999
(Orkan Anatol)
Gesamtes Nordseegebiet.
Kurzfristiger Anstieg mit sehr hohen Wasserständen im gesamten Nordseegebiet; Cuxhaven NN + 4,56 m (Windstau: 3,68 m)
01.11.2006
(Allerheiligenflut)
Gesamtes Nordseegebiet.
Sehr schwere Sturmflut mit den höchsten je gemessenen Pegelwerten im Bereich der Ems, Dünenabbrüche auf den Ostfriesischen Inseln; Emden NN + 5,19 m; Gandersum NN + 5,50 m
09.11.2007
(Sturmtief Tilo)
Deutsche Bucht, Nordsee.
Sehr schwere Sturmflut, schwerste Überschwemmungen in Hamburg seit 1990, riesige Dünenabbrüche auf Helgoland, in Rotterdam das Maeslant-Sturmflutwehr erstmals geschlossen.St. Pauli NN + 5,42 m; Cuxhaven NN + 4,44 m (Windstau: 2,79 m)
27./28. Oktober 2013
(Orkan Christian)
Gesamte Nordsee.
Höchste Windgeschwindigkeit: 191 km/Stunde auf Borkum und Helgoland, nur geringe Fluthöhe, Husum: über 2,00 m NN
5./6. Dezember 2013
(Orkan Xaver)
Gesamtes Nordseegebiet.
Sehr schwere Sturmflut; Landverluste auf Sylt und den Ostfriesischen Inseln, St. Pauli: NN + 6,09 m , Vegesack: NN + 5,16m, Bremerhaven: NN + 4,99m