Das Jahr 1959 (Autobusse) - Norderney - Chronik einer Insel

Insel Norderney
53° 42' 26" N 7° 9' 22" E
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Insel/Stadt | Chronik | 1959 | Tempo Matador XXL - Busse
Tempo Matador XXL - Busse
Die bekanntesten Verteter von Bussen im XXL-Format auf Basis von Tempo-Fahrzeugen sind wohl ohne Frage die "Messe-Blitze" von Arthur Franke aus Berlin. Herr Franke bot seine Busse als Mietfahrzeuge für Großveranstaltungen mit sehr großen Freiflächen an, wie z.B. die Hannover-Messe, die Weltausstellung des Verkehrs in München oder auch verschiedene Bundesgartenschauen.

Jede Sitzreihe war von rechts und links zugänglich. Türen hatten diese Fahrzeuge, die 40 Personen Platz boten, allerdings nicht. Zum Teil sind diese Busse noch heute erhalten.

Auf den ersten Blick ähnlich waren die Vorfeldbusse, die z.B. beim Flughafen in Düsseldorf ihren Dienst taten. Im direkten Vergleich werden die Unterschiede deutlich: die Vorfeldbusse sind mit seitlichen Türen versehen, um die Passagiere auch im Winter komfortabel chauffieren zu können. Und während die Messe-Blitze eine grosszügige Panorama-Verglasung im Dachbereich der Fahrgäste aufweisen, haben die Vorfeld-Busse lediglich eine zusätzliche Dachverglasung für den Fahrer, damit dieser die Bewegungen im Luftraum beobachten kann. Auch die Vorfeld-Busse boten 40 Fahrgästen Platz.

Die Henkel-Werke in Düsseldorf (Persil, Henko, IMI, ATA, Dor etc.) besaßen gleich fünf Tempo-Busse mit je 40 Sitzplätzen, die als "Henkel-Express" Besucher über's Werksgelände chauffierten.. Wie bei den Vorfeld-Bussen waren hier feste Türen im hinteren Teil zu finden, allerdings nur auf der rechten Seite!

Ein "Sonderfall" der XXL-Busse sind die Norderney-Busse. Der erste Bus auf Tempo-Basis wurde 1959 in Dienst gestellt und machte erstmals den bis dahin gängigen Pferdefuhrwerken Konkurrenz. Das komplette Chassis hatte natürlich nichts mehr mit Tempo zu tun.

Anno 1961 verkehrten bereits vier Tempo-Busse auf der Nordseeinsel Norderney.

Um den "Kulturschock" nicht zu groß ausfallen zu lassen, gestaltete man die Tempo-Busse in der gleichen Weise wie die bis dahin eingesetzten Pferdekutschen, d.h. mit dem Einstieg hinten und zwei Sitzbänken quer zur Fahrtrichtung - man saß also immer mit dem Rücken zum Fenster!

Hier noch zwei Fotos eines Norderney-Busses, der nach Ausmusterung in den 70er Jahren von Michael Lienhop zum stilvollen Wohnmobil umgebaut wurde:
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