Das Jahr 2015 (Schiffstaufe) - Norderney - Chronik einer Insel

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Insel/Stadt | Chronik | 2015 | Schiffstaufe "FRISIA III"
Bericht der NBZ zur Schiffstaufe "FRISIA III" (29.07.2015)
Eine Handbreit Wasser unter dem Kiel

Mit einer Länge von 74,35 Metern und einer Zuladung von 355 Tonnen ist die "Frisia III" das größte und modernste Schiff für den Inselverkehr nach Norderney.

"Ich wünsche dir, du prächtiges Schiff, stets eine Handbreit Wasser unter dem Kiel", mit diesen Worten taufte Vorstandsgattin Christine Stegmann-Steinhoff gestern Mittag im Norderneyer Hafen die neue "Frisia III".

Zahlreiche Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft, darunter der niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies, hatten zuvor eine "ruhige Überfahrt" von Norddeich zur Insel genossen, so der Norderneyer Hayo Moroni. Während der Festreden im Inselhafen wurde es allerdings schnell etwas ungemütlich. Heftige Regenschauer veranlassten die "Starfish Singers", ihre Lautsprecher abzudecken und Reederei-Angestellte, die Schirme zu zücken, um den Rednern Schutz zu bieten. Nur die große Zuschauermenge an Norderneyern und Urlaubsgästen trotzte dem böigen Schauerwetter tapfer. Sie interessierte offenbar mehr, was das neue Schiff bietet.

In Anlehnung an die ebenfalls von der Cassens Werft vor 13 Jahren gebaute "Frisia IV" erfüllt die "III" nun neueste Anforderungen. Sie transportiert 1350 Passagiere sowie Fahrzeuge. Bei 650.000 Tonnen Güter für Norderney pro Jahr ist die Zuladung von 355 Tonnen daher besonders wichtig. Mit dem Neubau verfügt die Reederei außerdem über ein völlig barrierefreies Fahrgastschiff. Ein Aufzug verbindet alle Decks.

"Mit der 'Frisia III' bekommen wir zusätzlich zur fast baugleichen 'IV' ein weiteres Schiff, das die für das enge und flache Fahrwasser nach Norderney notwendigen Manövriereigenschaften aufweist", betonte Reedereivorstand Carl-Ulfert Stegmann. Das neue Schiff sei außerdem mit modernster Technik zur Emissionsminderung ausgestattet worden. Durch eine Abgasnachbehandlungsanlage und Rußpartikelfilter gelänge es, die Emissionen um bis zu 90 Prozent zu reduzieren. In Kombination mit dem verwendeten quasi schwefelfreien Schiffsdiesel würden nahezu gleich Werte wie bei einem gasbetriebenen Schiff erreicht, so Stegmann. Der Motor sei der bewährte Voith-Schneider-Antrieb.

Rein äußerlich fallen im Unterschied zur "Frisia IV" der um 3,50 Meter längere Rumpf, ein runderes Unterwasserschiff und die um ein Zwischendeck erhöhte Brücke auf. Den Fahrgästen stehen nun ein "modern designter" Bereich und ein "Dünencafé" zur Verfügung.

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Chronik der Insel (Schiffstaufe) - Das Jahr 2015
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