Inseltracht - Norderney - Chronik einer Insel

Insel Norderney
53° 42' 26" N 7° 9' 22" E
Norderney - Chronik einer Insel
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Norderney - Chronik einer Insel
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Inseltracht
So wie in anderen Orten und Landschaften auch, ist die Tracht der Insel schon vor Jahrzehnten aus dem Straßenbild verschwunden. Nur der Heimatverein trägt sie noch bei Heimatabenden, anderen Veranstaltungen und besonderen Anlässen.

Überliefert ist die Tracht aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und getragen wird die Sonntagstracht. Bei den Männern und Jungen besteht sie aus einer blaufarbenen langen Hose (Büks), einem wollenen Hemd und einer schwarz- oder blaufarbenen Weste. Um den Hals trägt man ein seidenes Halstuch, welches vorne zu einem "Schifferknoten" verschlungen ist. Ein kleiner, niedriger, runder Hut von schwarzer Farbe bedeckt den Kopf. Einziger Schmuck an der Kleidung sind eventuelle Silberknöpfe an der Weste oder eine Taschenuhr mit Kette.

Ohrringe mit den Initialen wurden in alter Zeit von den Fischern und Schiffern getragen. Diese Initialen im Ohrring halfen bei der Identifizierung, wenn der Träger verunglückte. Das goldene oder silberne Schmuckstück finanzierte ein ordentliches Begräbnis.

Die Frauen tragen über einer dunklen, kurzärmeligen Unterjacke aus Wolle oder Kattun (Bostrock) und einem roten Unterrock (Pee) eine dunkle kattunene Taille mit langen Ärmeln (Jak) und einen dunkel gefärbten Wollrock. Eine Schürze aus Wolle oder Halbwolle (Fiifskaft) bedeckt den Rock. Um Brust und Rücken schlingt sich ein Tuch (Dook), dessen beide Enden vor oder unter dem Schürzenrand zusammen laufen. Ein geblümtes Tuch wurde früher ausschließlich zum Kirchgang getragen. Der Kopf wird bedeckt von einer weißen, kurzen Kappe. Überlieferter Silberschmuck ergänzt die einfache Tracht.
Chronik der Insel - Inseltracht
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