Ende

Die vorstehend seit dem Jahre 1398, der Stunde Null Norderneyer Zeitrechnung, aufgeführten Daten, Fakten, Trends und Ereignisse machen deutlich, daß der vom Menschen bewirkte Strukturwandel auf einer von der See umgebenen Insel auch weiterhin mit allen seinen Höhen und Tiefen andauern wird. Nur eine Seite unseres menschlichen Daseins ist von allen bisherigen Entwicklungen und touristischen Erschließungsbemühungen unberührt geblieben: das Meer, in dem die Quellen unseres Ursprungs zu finden sind, wie es der Dichter Frank Thieß nach einem Norderneyer Erholungsaufenthalt sagt und wie es von Rudolf Boden in seinem Büchlein "Berühmte Gäste Norderneys" für die Nachwelt festgehalten worden ist.

"Man kann im Gebirge Seilbahnen und Hotels bis an die Gletscher heranführen, aber das Meer ist heute nicht anders, als es vor Zehntausenden von Jahren war. Nicht einmal die schönen Promenaden Norderneys nehmen ihm das Geringste von seiner Ungeheuerlichkeit. Man braucht kein Boot zu besteigen, man braucht nur am Strande zu liegen und hinauszuschauen, und schon ist man ganz in ihm. Es kommt gewissermaßen auf einen zu und spricht seine urewige Sprache. ...Der Wind, der blendende Glanz der Sonne, der ewige Rhythmus des Wellenschlags, der Salzatem, die Muße des Abends, die Schreie der Möwen -das war immer so, und es wird immer so sein. In diese kosmische Musik von Farben, Duft und Rauschen eintauchen, das muß den Menschen, der aus den großen Städten und dem verworrenen Netzwerk seiner pflichten kommt, wieder an den Ursprung binden. Aus Fernen, die er sich selber verstellt hat, dringt wieder etwas in ihn ein, das ihm ungeahnte Kräfte zu geben vermag."



zurück zum aktuellen Jahr    weiter zum Anfang