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Norderney erzählt

Der Damenbadestrand

1852:

"Betrügereien geschehen von jungen, lebenslustigen Herren und von den vornehmen Damen durch die Kammerjungfern insofern täglich mehrere Male, als dieselben ihre Billets abgeben, die Contremarque wegwerfen und nun in die nächste Kutsche sich tragen lassen, entweder, um einen alten, ärgerlichen Herrn zu kränken, oder um tunlichst schnell abzubaden. Gerade durch diese Betrügereien werden die meisten Klagen am Damenstrande hervorgerufen, denn dort kann nicht die Gegenwart des Badearztes oder des Badecommissairs das Ansehen der Aufseherin, wie am Herrenstrande geschieht, durch eignes Einschreiten herstellen, sondern hier hat sich die Aufseherin außer mit den Damen, auch noch mit einer Unzahl von Bademädchen, die für ihre Damen mitschmuggeln, herumzuzanken, und es gehört wirklich eine Festigkeit und eine Ruhe wie die der Aufseherin Witzmann dazu, um am Damenstrande nur einige Tage, geschweige denn drei Monate aushalten zu können."

1856:

"Am Damenstrande sind wie in allen Jahren Klagen über nicht genaue Befolgung der bestehenden Vorschriften laut geworden. Zu beseitigen sind diese Klagen aber nach meiner Ansicht nicht, da die Damen stets zu Hintergehungen der Angestellten geneigt sind, worüber wieder am Herrenstrande nie Klage geführt werden kann."

(Aus den Generalberichten des kgl. Badecommissairs an die Krone zu Hannover).


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